SPITZWEGERICH

SPITZWEGERICH
Spitzwegerich wächst im Frühling bis zum Herbst großflächig auf vielen Wiesen und Wegrändern.
An den länglichen Blättern mit den parallel verlaufenden Blattnerven ist er leicht erkennbar. Die Pflanze bildet eine dichte Rosette. Immer die Blätter von der Mitte der Rosette pflücken, sie sind zarter und weniger faserig, wie die äußeren Blätter. Die Blätter schmecken leicht würzig und etwas herb-bitter.
Auch die Blütenähren sind essbar. Als Knospen schmecken sie vorzüglich nach frischen Pilzen.
Der verwandte Breitwegerich kann genauso verwendet werden. Die Blätter sind ähnlich wie die des Spitzwegerichs, jedoch viel breiter, löffelförmig und haben ebenfalls die parallel verlaufenden Blattnerven.
Spitzwegerich
SPITZWEGERICH IN DER KÜCHE:
Die jungen Blätter des Spitzwegerichs verfeinern klein geschnitten jeden Salat und sind eine wunderbare Würze für Topfenaufstrich (Quarkaufstrich) und Kräuterbutter. Erdäpfel/Kartoffelsuppe mit Spitzwegerich verfeinert schmeckt wunderbar leicht nach Pilzen.
Kräuterbutter mit Spitzwegerich:
125 g weiche Butter, Salz, etwas Zitronenpaste (sonst etwas Zitronensaft bzw. Zitronenzesten), 1 halbe kleine Knoblauchzehe gehackt, etwas weißer Pfeffer, 2 EL klein geschnittene Kräuter mit Spitzwegerich. Wer will kann auch noch eine Prise milden Curry dazugeben.
Butter cremig rühren, restliche Zutaten beifügen und abschmecken. In Frischhaltefolie zu einer Rolle formen und gut durchkühlen. Oder in Eiswürfelformen einfrieren.
Passt gut zu gegrilltem Fisch, Fleisch und Gemüse.
Die jungen Blätter des Spitzwegerichs können wie Spinat zubereitet werden.
Spitzwegerichblüten
Die jungen, geschlossenen Knospen haben einen aromatischen, pilzigen Geschmack und schmecken roh köstlich auf Nudelgerichten, in Salaten oder einfach so frisch genascht.
In Butter oder Olivenöl kurz angeröstet entwickeln sie ihr feines „Pilz-Aroma“ noch mehr.
SPITZWEGERICH IN DER KRÄUTERHEILKUNDE:
Hustensirup mit Spitzwegerich
Dieser Hustensirup ist eine gute Alternative für alle, die sich beim Wipferlsammeln (Verwechslungsgefahr mit der giftigen Eibe!!) nicht ganz sicher sind.
Zutaten:
Spitzwegerich und Zucker
Zubereitung:
Spitzwegerichblätter (vor der Blüte) klein schneiden und abwechselnd mit Zucker in ein verschraubbares Glas schichten.
Auch hier gilt: mit der Zuckerschicht beginnen und ebenso enden.
Die Schichten gut andrücken, damit möglichst keine Luft zurückbleibt. Das Glas gut verschließen.
Wie beim Wipferlsirup gibt es auch hier wieder zwei unterschiedliche Methoden der „Reifezeit“.
Entweder bei gleichmäßiger Wärme etwa 3 Monate stehen lassen oder
bei gleichmäßiger Kühle ca. 4 Monate stehen lassen. Dafür wurden die Gläser früher in der Erde vergraben.
Ich persönlich bevorzuge die kühle, längere Methode.
Wer möchte kann nach der Reife den Sirup abgießen, auf 75° C erwärmen und in ein dunkles Glas abfüllen. Ohne Erwärmen geht es auch.
Ansatz für Spitzwegerichhustensaft
Heilöl mit Spitzwegerich
Ein Schraubglas zu 2/3 mit geschnittenen Spitzwegerichblättern füllen und mit kaltgepressten Sonnenblumenöl oder Olivenöl übergießen. Etwa drei Wochen verschlossen an einem sonnigen Ort ziehen lassen, dann abfiltern und in eine dunkle Glasflasche füllen.
Bei Bronchitis auf dem Brust- und Rückenbereich einreiben. Dies ist ein hervorragendes, mildes Mittel für Kinder mit Husten.
Spitzwegerich
Spitzwegerich hilft gegen den Juckreiz bei Insektenstichen
Frische Spitzwegerichblätter verknoten oder zerdrücken, bis etwas Pflanzensaft austritt und dann auf den Insektenstich legen. Wirkt kühlend und juckreizlindernd.
Eine weitere Methode ist, ein paar Spitzwegerichblätter im Mund kauen, bis der Pflanzensaft austritt und dann auf die Wunde legen. Der Speichel hat auch noch eine zusätzliche Heilkraft.
Spitzwegerich wirkt zusammenziehend und dadurch blutstillend. Auf Wanderungen ist er somit ein schnell verfügbares Mittel bei Nasenbluten und kleineren Verletzungen.
Bei Blasen und Druckstellen an den Füßen, empfiehlt es sich den verwandten Breitwegerich auf die gerötete Stelle zu legen. Sein breiteres Blatt umschließt die verletzte Stelle besser, als der schmale Spitzwegerich. Auch er lindert rasch den Schmerz.








