Ernährung, Kinesiolgie und Kräuterheilkunde

FICHTEN/TANNEN/LÄRCHEN-WIPFERL

FICHTEN/TANNEN/LÄRCHEN-WIPFERL

FICHTEN/TANNEN/LÄRCHEN –WIPFERL

 

Eine köstliche Bereicherung für die Frühlingsküche!

Aus den frischen Wipferln lässt sich ein aromatisches Kräutersalz herstellen. (siehe Beitrag Gewürzsalz)

Wipferln können ähnlich wie Rosmarin in der Pfanne mitgebraten werden und sind nicht nur bei Wildgerichten eine köstliche Abrundung. Ebenso frisch über Erdäpfel/Kartoffel, Karotten oder anderes Gemüse gestreut, zaubern sie ein köstliches Waldaroma auf den Gaumen.

 

Ein altes Hausmittel bei Husten ist der Fichtenwipferlsirup:

Frische Wipferl werden abwechselnd mit Zucker in ein verschraubbares Glas geschichtet. Man beginnt mit der Zuckerschicht und endet auch mit der Zuckerschicht. Die Wipferln sollen gut bedeckt sein. Darauf achten, dass möglichst wenig Luft zwischen den Schichten ist (leicht andrücken).

Für die Lagerung des Glases gibt es zwei Varianten:

Manche bevorzugen eine gleichmäßige warme Lagerung. Da löst sich der Zucker schneller auf.

Ich bevorzuge die zweite Variante, nämlich  das Glas gleichmäßig kühl zu lagern. Früher wurden diese Gläser in die Erde eingegraben und erst im Herbst wieder an die Oberfläche geholt. Die Reifungsdauer dauert länger. Je nach Menge 3 bis 5 Monate.

Die in den Wipferln enthaltenen ätherischen Öle, Harze und Vitamin C wirken antiseptisch und helfen so, den Schleim beim Husten zu verringern.

Meine Großmutter mischte früher ein paar Thymianblätter unter. Schmeckt wunderbar!

 

Wichtig bei der Verwendung von Wipferln:

Für den Sirup und das Salz nur Wipferln von Fichte und Tanne verwenden!! Leider gibt es die Verwechslungsgefahr mit der giftigen Eibe!!

 

Es gibt ein altes Sprichwort: Die Fichte sticht, die Tanne nicht!

 

Fichte:

   

  • Sticht, weil die Nadeln gegen Ende zu spitz sind.
  • Die Nadeln sind rund um den Ast verteilt.
  • Die Rückseite der Nadeln ist grün
  • Zweige sind bis zur Spitze braun, holzig

Tanne:

   

  • Sticht nicht, da die Nadeln gegen Ende zu rund sind.
  • Die Nadeln gehen waagrecht, links und rechts vom Ast weg.
  • Auf der Rückseite der Nadeln sind zwei helle Wachsstreifen.
  • Zweige sind bis zur Spitze braun, holzig

 

Eibe:

Eibe

  • Sticht nicht, die Nadeln sind weich.
  • Nadelunterseite ist heller, als die Oberseite
  • Das Ende der Zweige ist grün, nicht holzig
  • Teilweise hängen an der Rückseite noch rote Früchte.

 

 

 

Nochmals die Gegenüberstellung von:                                 Rückseite der Nadeln:

Tanne                 Fichte             Eibe (giftig!!)                                Tanne      Fichte         Eibe

3x3                        

 

Beim Sammeln darauf achten, niemals den Haupttrieb an der Spitze pflücken und pro Ast maximal 3 bis 4 Wipferl nehmen. Von jungen Bäumen wird nicht geerntet.

Wer die Natur liebt, will sie nicht schädigen!

Noch ein Tipp:

Wer selber ein Hustensirup herstellen möchte und sich beim Sammeln von Wipferln unsicher ist, sollte zum Spitzwegerich greifen.



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